Sonn- und Feiertags Wäsche aufhängen | Gesetz verboten?

Immer wieder kommt es zu Ärger mit den Nachbarn oder dem Vermieter, wenn Sie sonntags Wäsche aufhängen. Laut Gesetz ist das Wäsche aufhängen in Deutschland, Österreich und der Schweiz draußen im Garten verboten, wenn dieses Verbot in der Hausordnung fixiert ist.

Warum ist das Wäsche aufhängen draußen am Sonntag verboten?

Wäsche sonntags im Garten aufhängen ist nicht grundsätzlich vom Mietrecht her verboten. Dennoch können Vermieter die Sonntagsruhe an die erste Stelle setzen.

Der Anblick der Wäsche im Garten darf andere Mieter und Nachbarn nicht stören. Wer keinen Trockner für die Kleidung besitzt, sollte daher die Wäsche im Inneren der Wohnung aufhängen oder die Vermieter und Nachbarn um Erlaubnis fragen.

Sind alle damit einverstanden (am besten schriftlich bestätigen lassen), dass Sie draußen Ihre Wäsche sonntags aufhängen und trocknen, kann Ihnen laut Mietrecht nichts passieren.

YouTube

Wäsche ohne Wäschetrockner im Winter in der Wohnung trocknen

In dem o. g. YouTube Video wird anschaulich aufgezeigt, wie Sie trotz Sonntagsruhe Ihre frisch gewaschene Kleidung auch ohne Trockner in der Wohnung trocknen können.

Kaufen Sie sich dafür einen Wäscheständer und hängen Sie Ihrer Kleider in möglichst großem Abstand voneinander auf diesem auf. Heizen Sie zuvor den Wohnraum gut ein und lüften Sie großzügig, damit die Verdunstungsfeuchtigkeit aus dem Raum entweichen kann, damit keine Schimmelbildung entsteht.

So können Sie nicht nur die Sonntagsruhe wahren, sondern auch ohne großen Aufwand, dem Mietrecht entsprechend, ohne Trockner Ihre Kleidung trocknen.

Was draußen verboten ist, ist innen erlaubt

Sonntags Wäsche waschen und trocknen kann in den eigenen Wohnräumen kaum verboten werden. Es darf zu den üblichen Zeiten, außerhalb der Ruhezeiten, mit einer Waschmaschine, z. B. einem Toploader, Kleidung in den eigenen Räumlichkeiten gewaschen werden.

Lediglich dann, wenn Waschmaschinen in einem Gemeinschaftsraum stehen, darf laut Gesetz ein Verbot zum Waschen von Kleidung am Sonntag, ausgesprochen werden.

Ebenso verhält es sich mit dem Trocknen von Textilien. Werden diese in den angemieteten Wohnräumen getrocknet, nicht auf dem Balkon oder im Garten, wird die Sonntagsruhe der Nachbarn und Vermieter nicht gestört.

Wäscheklammern an Leine

Übermäßigen Lärm im besten Fall vermeiden

Damit es nach Möglichkeit keinen Ärger mit dem Vermieter oder den Nachbarn gibt, sollten Sie immer freundlich bleiben und sich bemühen, übermäßigen Lärm beim Waschen und Trocknen, zu vermeiden.

Versuchen Sie nach Möglichkeit daher, Ihre Wäsche unter der Woche zu waschen, damit Sie an Sonn- und Feiertagen nur im Notfall die Waschmaschine bemühen. Das Trocken der Wäsche auf einem Wäscheständer in einem Wohnraum ist nicht nur absolut leise, Sie sparen auch Energie.

Sie sollten sich daher überlegen, ob ein Wäscheständer nicht sowieso eine angenehme Alternative für Sie ist, wenn Sie kostengünstig Ihre Wäsche trocknen möchten, nicht nur an Sonn- und Feiertagen.

Fazit: Warum keine Kleidung an einem Sonntag im Garten trocknen?

Das Mietrecht und die Hausordnung sind zweierlei. Das Gesetz, dass Kleidung an Sonn- und Feiertagen nicht im Freien / Garten oder Balkon aufgehängt werden darf, ist schon recht alt. Damals wurde an den Wochenenden nicht gearbeitet und die Sonntagsruhe war heilig.

In der heutigen Zeit hat sich vieles geändert. Aufgrund von Schichtdiensten ist es nicht immer möglich, die gesamte Kleidung der Familie unter der Woche in die Waschmaschine zu stecken und zu trocknen.

Damit es in der Nachbarschaft keinen Unfrieden gibt, sollten Sie mit Ihren Nachbarn und dem Vermieter reden, wenn Sie auch am Sonntag Kleidung waschen und trocknen müssen. In den meisten Fällen ist eine gütliche Einigung schnell gefunden.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren.

Menü